Nachdem Nowowiejski die neun Orgelsinfonien komponiert hatte, nannte er fortan seine großen Orgelwerke „Konzerte". War es Aberglaube? Wollte er dem größten der Sinfoniker eine Referenz erweisen? Wir können es nicht mit Bestimmtheit sagen. Jedenfalls sind die
Orgelkonzerte eine logische Fortführung und zwingende Ergänzung für jeden Schallplattensammler.
Die Konzerte op. 56 sind 1940 unter dem Eindruck des nationalsozialistischen Terrors entstanden. Nowowiejski, der bei Max Bruch in Berlin studiert hatte, war aus seiner
Heimatstadt Posen nach Krakau ins „Exil" gegangen. Das erste Orgelkonzert trägt deutlich autobiographische Züge, dagegen greift das zweite Konzert ein Thema der sinfonischen Dichtung Dantes Traum von Piotr Rytel auf, deren Uraufführung Nowowiejski dirigiert hatte.
Die sinfonischen Orgelwerke von Felix Nowowiejski erfordern eine Orgel, die klangliche und dynamische Extreme transparent wiederzugeben vermag. Die historische Sauer-Orgel im Dom zu Bremen ist hierfür ideal: Insgesamt 100 Register sind verteilt auf vier Manuale und Pedal. Damit verfügt die Orgel einerseits über eine enorme orchestrale Klangfülle, zum anderen ebenso über zahlreiche charakteristische Soloregister für die kammermusikalischen Abschnitte der Nowowiejski-Kompositionen.
„Große Orgelsinfonien, ein exzellenter Interpret und ein adäquates Instrument machen die Wiederentdeckung des Polen Felix Nowowiejski zum Ereignis", lobt das „FonoForum".
Weitere Informationen unter www.mdg.de
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